Liesa in Lima

Egal ob Stadt oder Dorf, Hauptsache Kinder...

Liesa berichtet aus Lima!

Ich befinde mich zur Zeit in Lima, der Hauptstadt von Peru. Im Rahmen meines Kernpraktikums für mein Lehramtstudium gehe ich nun schon seit 5 Wochen täglich zum Colegio Humboldt, um Praxiserfahrungen zu sammeln. Warum ausgerechnet Lima? Diese Frage wurde mir oft gestellt, aber wirklich beantworten kann ich sie eigentlich nicht. Ich würde es einen Zufall nennen. Vielleicht auch einfach: "Fernweh".
Natürlich habe ich hier schon einiges erlebt und gesehen und kann sagen, dass sich für mich eine ganz neue Welt aufgetan hat, in der es leider auch Kinder gibt, die nicht ganz so viel Glück haben und in Verhältnisse geboren wurden, die ihnen eigentlich nicht gut tun. Das dem so sein würde, wusste ich bevor ich hier her kam, dennoch schockieren die Bilder von Bretterhaufen, in denen Menschen hausen genauso wie die von den Mülltonnen, in denen sie ihr Essen kochen.
Mit dem Hinweis der für mich verantwortlichen Lehrerin Grit Nindl, dass es wohl auch zu Erfassung dieser Probleme wichtig sei, sich mal in dem ein oder anderen sozialen Projekt zu engagieren, stieß sie bei mir auf offene Ohren. Ich hatte mir schon zu Hause ähnliches überlegt. "Am liebsten Fußball spielen hab ich da noch gedacht.."
Als ich dann erfuhr, dass es hier ein Kinderdorf namens "Westfalia Kinderdorf" gibt, welches von zwei Deutschen vor ca. 30 Jahren gegründet wurde, musste ich sofort an meinen Heimatverein "Westfalia Kinderhaus" denken. Mit der Idee als "Entwicklungshilfe" 5 Fußbälle in das Dorf zu bringen und zu zeigen, dass wir nicht nur den 23 Nationen in unserem eigenen Stadtteil zur Seite stehen möchten, konnte ich sofort den Rest des Vorstandes sowie der Geschäftsleitung des SC Westfalia Kinderhaus überzeugen.
Was soll ich sagen, wie in jedem Land der Erde schaute ich in leuchtende Kinderaugen von sowohl Mädchen als auch Jungen, als ich meine große Sporttasche öffnete, um mein Geschenk zu präsentieren. Nach einem höflichen Applaus wurden die neuen Sportgeräte sofort ausprobiert. Die niegelnagel neuen Nike-Bälle wurden geschossen, jongliert, geköpft und ausgelassen gedribbelt. Die tatsächliche Spieltauglichkeit haben wir dann in einem großen Turnier festgestellt.
Bei strahlendem Sonnenschein im Norden von Lima mitten in den Bergen, wurde ich dann als es so weit war sich zu verabschieden, von geschätzten 50 Kindern persönlich mit dem obligatorischen Wangenküsschen verabschiedet.

(Liesa Herholz)

Der Jugendausschuß vertritt uns auch in Peru
Der Jugendausschuß vertritt uns auch in Peru beim Kinderhaus Westfalia.

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