Westfalia für Münster

Das etwas andere Mannschaftsfoto: Die Westfalia-Mitglieder am Ende ihrer Müllsammel-Aktion (Quelle: Westfälische Nachrichten)

11. August 2007 - Müllsammelaktion des SC Westfalia Kinderhaus

Wir räumen auf!

Auf den Wiesen rund um die Aaseekugeln findet sich kein Fitzelchen Müll mehr

Eine besondere Aktion des Skulptur-Projekte-Büros? Nein, hier war der SC Westfalia Kinderhaus am Werk. Der Verein wollte ein deutliches Zeichen setzten: für die Bedeutung der Sportvereine in der Stadt und für den Gemeinsinn der Bürger über alle Stadtteilgrenzen hinweg. Der alljährliche Frühjahrsputz in den Stadtteilen war die Initialzündung für die Müllsammel-Aktion, zu der sich rund 70 Vereinsmitglieder am Samstagmorgen in die Innenstadt aufmachten. Gemeinsam reisten die Sportler und ehrenamtlichen Müllsammler in einem Bus der Stadtwerke an. „Die Busfahrt hat uns die Werbegemeinschaft Kinderhaus finanziert“, erklärt Waldemar Wieczorek. Ohne diese Unterstützung wäre die Realisierung des Projekts schwer gewesen, so der Vereinsvorsitzende weiter. Auch die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster haben den Sportclub mit der Bereitstellung von Handschuhen, Zangen, Müllsäcken und –containern tatkräftig unterstützt. Vom Grundschulalter an aufwärts und quer durch alle sportlichen Abteilungen beteiligten sich die Mitglieder an der bemerkenswerten Aktion. Dass es nicht die anvisierten 100 Helfer wurden, die in drei Gruppen Teile der Promenade, den Aa-Seitenweg und die Wiese an den Aaseekugeln gesäubert haben, lag am Programm der Fußballer. „Drei Jugendmannschaften nehmen heute an Turnieren teil“, begründet der stellvertretende Vorsitzende Ingo Hennemann. Spektakuläre Müllfunde – alte Fahrräder, Sperrmüll oder Ofenrohre –, wie sie im Frühjahr in den Stadtteilen gemacht wurden, blieben in der Innenstadt allerdings aus. „Wir haben vor allem Kronkorken und Zigarettenstummel gefunden“, berichtet einer der Helfer. „Und drei tote Tauben“, ergänzt ein Fußballer der D-Jugend. Die Aktion unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Berthold Tillmann war ausdrücklich exemplarisch angelegt. Deshalb hofft der Verein jetzt auch auf fleißige Nachahmer.

(Frank Zimmermann/WN)